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Presse-Mitteilung November 2005

  • Die Munich Shakespeare Company gastiert vom 15.-17. Dezember mit "A Midsummer Night's Dream – Das Musical" in Bayreuth im ZENTRUM
  • Der Vorverkauf für die Abendvorstellungen startet am 30. November
  • Komponist und Regisseur des Musicals sind Bayreuther
  • Die Munich Shakespeare Company hat dieses Musical mit großem Erfolg im August beim weltberühmten Fringe-Festival aufgeführt
  •  Die zwei Bayreuther Schulvorstellungen sind bereits restlos ausverkauft

Karten sind ab dem 30. November beim KURIER (0921/500-0), beim Kartenkiosk (0921/22022) und bei der Theaterkasse (0921/69001)erhältlich.
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Nordbayerischer Kurier 15.12.05 20:10 PDF Drucken E-Mail

Schabernack im Shakespeare-Takt 
Munich Shakespeare Company zeigt „A Midsummer Night’s Dream” als Musical im Zentrum in Bayreuth  


Bayreuth
Von Natalie Schalk

Keiner weiß, wer William Shakespeare wirklich war. Aber wir wissen, was er war: ein Schelm.
Wie der Elf Puck aus dem „Midsummer Night's Dream”. Johannes Ponader spielt ihn in der Inszenierung der Munich Shakespeare Company als Mischung aus komischer Figur, gewitztem Spitzbuben und singendem Pumuckl. Mit ihrer englischsprachigen Musical-Version des „Midsummer Night’s Dreams” gastiert die Münchner Schauspieltruppe noch bis Samstag in Bayreuth. Gestern war Premiere im Zentrum. Von der ersten Szene an treiben die Elfen ihren Schabernack: Sie springen durch den Zuschauerraum auf die Bühne und schlüpfen gleich in ihre zweite Rolle - denn jeder Schauspieler verkörpert einen Elf und einen Mensch. Und die Beziehungen der Menschen sind verwickelt: Hermia liebt Lysander, soll aber Demetrius heiraten. Den will aber Helena. Die Geschichte ist verzwickt, und fast alles wird auf Englisch gesungen. Das ausdrucksstarke Spiel der Shakespeare Company macht es dennoch leicht der Handlung zu folgen. Hermia und Lysander flüchten in den Wald. Der eifersüchtige Demetrius setzt ihnen nach, Helena folgt ihm wie ein Hündchen. Magdalena Zahn hängt singend am Bein von Demetrius-Darsteller Jan Hutter. „I will follow you” flötet sie in typisch schnulziger Musical-Manier. Die „Klavier-elfe” Christian Peter Cieslak haut in die Tasten, das Stück wird schneller, Demetrius schüttelt die lästige Frau ab und flieht. Geheimnisvolle Klänge Die Musikstile im Stück sind unterschiedlich: Bei den jungen adeligen wird ein erhabener und höfischer Gestus gespielt; geheimnisvolle Klänge kennzeichnen die Szenen der Elfen. Da klingt hell eine Triangel oder ekstatische Trommelklänge hallen durch den Saal, wenn die Waldgeister ihren Schabernack treiben. Die jungen Liebenden begeben sich nichtsahnend ins Territorium der Geister; dort werden die Verwicklungen noch verwickelter. Denn Elfenkönig Oberon und Gattin Titania haben einen üblen Ehekrach. In einem furiosen Streitduett wird der Krieg zwischen männlichen und weiblichen Elfen ausgerufen. Michael Eberle gibt den erhabenen König, Serena Carla Buchner die beleidigte Königin. Um sich an ihr zu rächen, lässt Oberon seinen Gehilfen Puck den Amor spielen. Mit dem Ergebnis, dass die Königin sich in einen Esel verliebt, und bei den verirrten Menschen alles drunter und drüber geht: Lysander liebt seine Hermia nicht mehr. Doris S. Langara spielt die leidende Schöne, während Daniel Berini als lüsterner Lysander plötzlich mit Demetrius um die Gunst Helenas buhlt. Mit dem Ausbruch der Konflikte und Liebesverwirrungen in den Zauberwald-Szenen vermischen sich auch die Musikstile. Von der orientalischen Arie bis zu Country-Klängen scheint im Zauberwald alles möglich. Die musikalischen Elemente sind durch Leitmotive mit der Erzählung verbunden. Tanzszenen sind allerdings den Elfen vorbehalten. Bei der Premiere vor zehn Schulklassen aus Bayreuth und Pegnitz kamen diese Elemente besonders gut an. Für das Zwischenspiel der Handwerker gab es spontanen Applaus. Als Johannes Ponader am Ende auf die Bühne kam, johlten die Schüler vor Begeisterung. Dabei hatte Puck gar nicht in den Szenen mit den schönen Liebesliedern gespielt - er ist doch nur der Schelm des Stückes. Die Munich Shakespeare Company spielt „A Midsummer Night’s Dream” heute und morgen jeweils um 20 Uhr im Zentrum. Karten sind beim KURIER, beim Kartenkiosk und bei der Theaterkasse erhältlich.


bi.jpgLiebesrausch, Waldgeister, orientalische Arien und Country-Musik:
Die Munich Shakespeare Company zeigt Shakespeares Sommernachtstraum als Pop-Oper mit singenden Elfen.
 Foto: Lammel

Quelle: Nordbayerischer KURIER 15.12.05

 

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